Laboruntersuchungen: Am Anfang der Schwangerschaft, in der Regel nach dem ersten Vaginalsono mit Nachweis positiver Herzaktion, erfolgen eine ganze Reihe von Blutuntersuchungen, die sowohl für die Schwangere als auch für das Embryo wichtig sind.

Untersucht werden u.a. das Blutbild und der Urinstatus. Weiterhin die Blutgruppe und der Rhesusfaktor, Harnstoff, Blutzucker, Kreatinin und Eisen im Serum. Ausserdem Antikörper gegen Toxoplasmose, Röteln, CMV und Hbs- Antigen.

Ergänzend erfolgt ein komplette Vaginalkultur, die auch eine Untersuchung des Muttermundes auf Mykoplasmen, Ureaplasmen und Chlamydien beinhaltet.

Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft erfolgen jeden Monat Kontrollen des Blutbildes und des Urinstatus (Monatsuntersuchungen) In der 24. Schwangerschaftswoche wird ein oraler Glucosetoleranztest durchgeführt um einen Gestationsdiabetes auszuschliessen.

Fetale Ultraschalle: Die erste vaginalsonographische Untersuchung erfolgt in der 6. Schwangerschaftswoche, wo wir normalerweise eine positive Herzaktion sehen und die korrekte Lage des Embryos in der Gebärmutterhöhle überprüfen.

Die Messung der Nackentransparenz ist ein zuverlässiger Marker für das Vorhandensein von Chromosomenanomalien im ersten Trimenon (11-14 Schwangerschaftswochen). Wenn die Kindslage es zulässt, wird bei dieser Untersuchung auch das Geschlecht des Kindes ermittelt.

Das fetale (Level 2)- Fehlbildungsono ist eine ausführliche Ultraschalluntersuchung die in einem speziellen Zentrum in der 21.- 23. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird. Überprüft werden u.a. das Skelett und die Gliedmassen, alle inneren Organe und das Gehirn. Das zeitgemässe Wachstum, die korrekte Fruchtwassermenge und die Plazentafunktion werden gemessen. Der Doppler- Nachweis von pathologischen Flussprofilen in den Gebärmutterarterien ist ein Marker für späteres Auftreten von Wachstumsretardierung des Feten und Präeklampsie (Bluthochdruck und Eiweissauscheidung) der Schwangeren, was eine intensivere Schwangerschaftsüberwachung nötig macht. Ein normaler Fehlbildungsultraschall verringert die Gefahr des Vorhandenseins von schweren, angeborenen fetalen Anomalien signifikant ohne diese aber völlig auschliessen zu können, da es Fehlbildungen gibt, die nicht im αUltraschall erkennbar sind.